Das erste Schuljahr – das bedeutet vor allem gänzlich neue Aufgaben und Herausforderungen, neue Tagesabläufe, eine neue Umgebung, verbunden mit neuen zwischenmenschlichen Beziehungen. Das gilt natürlich im Besonderen für die Schüler selbst, doch auch wir, ihre Eltern, sehen uns zumeist einer für uns neuen Situation ausgesetzt. Während sich die Kleinen naturgemäß schnell in ihrem neuen Umfeld zurechtfinden und Kontakte knüpfen, reicht es dagegen für uns Eltern – getrieben durch Job, Schule, Kindergarten, Supermarkt u.a. – zumeist nur für ein kurzes Gespräch zwischen Tür und Angel, echtes Kennenlernen und Austauschen kommen da schnell zu kurz.
Vor diesem Hintergrund ist es umso schöner, dass das erste informelle Event unserer frisch gebackenen Schulklasse wirklich prima angenommen wurde. So konnten wir bei unserem Laternenfest denn auch auf eine fast vollständige Schülerschar sowie deren Eltern blicken, und auch die organisatorische Beteiligung durch Beisteuerung von Getränken und Leckereien übertraf unsere Erwartungen. Der Grundstein für einen angenehmen Abend war damit bereits gelegt – doch kein Laternenfest ohne Laternenumzug…
Bei Einbruch der Dunkelheit setzte unsere Klassenlehrerin Frau Ott zu den einleitenden Gitarrenklängen an und schnell wurde das erste Lied „Durch die Straßen“ zum Motto – denn nun zogen wir im Lichte unserer Laternen vom Schulhof. Der Weg führte uns am Bach entlang um die Turnhalle des VTH herum und über die Schäferstraße wieder zurück. Unterwegs hielten wir auf einem halben Dutzend Stationen inne, um gemeinsam Laternenlieder zu singen. Von den Schülern schön einstudiert und präsentiert, stellte die Songauswahl mit ihren teilweise nicht sonderlich überstrapazierten Titeln dabei auch versierte Kindergarten-Laternenläufer gelegentlich vor Herausforderungen – aber die Schule ist ja bekanntlich zum Lernen da 😉 Der zeitweise einsetzende Nieselregen konnte die dabei entstandene Stimmung jedenfalls nicht trüben.
Zurück auf dem Schulhof erwartete uns dann ein kleines von Kerzen beleuchtetes Buffet, das dank des elterlichen Engagements keine Wünsche offen ließ. Doch so schnell sich die Kinder daran labten, so schnell waren diese dann auch auf dem Schulhof verschwunden und in das gemeinsame Spiel eingetaucht. Die Eltern griffen dabei die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen auf und schnell entstanden angeregte Gespräche, die dann auch rund zwei Stunden anhielten. Damit endete ein schöner herbstlicher Spätnachmittag in netter Runde, der hoffentlich dem ein oder anderen Lust auf mehr macht!
(Thomas Pielczyk)







